Unser Profil

Die interstitiellen Lungenerkrankungen (ILDs) umfassen ein breites Spektrum von akut oder chronisch verlaufenden Krankheiten, die mit einer Entzündung und/oder Vernarbung (Fibrose) des Lungengewebes einhergehen. Innerhalb dieser Gruppe werden über 100 verschiedene Arten nichtinfektiöser und nichtmaligner Erkrankungen gezählt und in idiopathische (d.h. ohne bekannte Ursache) und sekundäre (z.B. durch rheumatische Erkrankungen, Medikamenten, Asbestkontakt oder allergische Reaktionen) Formen klassifiziert. Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist die häufigste Form der ILD, mit einer Prävalenz von 20-80 Fällen pro 100.000. Bei anderen ILD, wie z. B der Alveolarproteinose (PAP), liegt die Prävalenz bei 2-6 pro Million.

Unser Zentrum hat jahrzehntelange Erfahrung bei der Diagnose und Therapie dieser unterschiedlichen Krankheitsformen. Die Universitätsmedizin Essen – Ruhrlandklinik gehört zu den zertifizierten und anerkannten Europäischen Zentren (ERN) für die Behandlung dieser seltenen Lungenerkrankungen.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Klinikern und Forschern sowie die harmonische Kooperation mit Patientengruppen und Pharmaindustrie sind der ausschlaggebende Weg zu einer sich stetig verbessernden Behandlungsperspektive für unsere Patienten.

Diagnostik und Therapie

Die Diagnostik der ILD ist ein komplexes Verfahren und braucht jahrelange Erfahrung. Neben den Pneumologen nehmen noch zahlreiche weitere Spezialisten an einer multidisziplinären Diskussion teil, um die endgültige Diagnose zu erreichen, insbesondere Radiologen, Pathologen und Rheumatologen. Unser Zentrum bietet die neuesten Technologien für die invasive (Kryobiopsie) sowie die nicht invasive Diagnostik (Gentest und Beratung, Nuklearmedizinische Untersuchungen).

Die Behandlung der ILD ist komplex. Bis dato wurden nur vereinzelte Medikamente wurden für diese Krankheiten zugelassen. Neben der medikamentösen Therapie (Antifibrotika sind für die idiopathische pulmonale Fibrose (IPF) und die chronisch-progredienten ILD zugelassen) sind bei fortgeschrittener Fibrose Erhaltungsmaßnahmen wie Atemphysiotherapie, Impfungen (als Vorbeugung von Atemwegsinfekten) und die Sauerstoff-Therapie entscheidend.

Bei scherem Verlauf einschließlich rapider Verschlechterung kommt für geeignete Patienten eine Lungentransplantation in Frage, die neben einerVerbesserung der Lebensqualität mit einem verlängertenÜberleben verbunden ist. Das Transplantationszentrum der Ruhrlandklinik verfügt über langjährige Erfahrung in der Betreuung von Patienten mit Lungenfibrose vor und nach der Lungentransplantation.

Forschung

Neben den üblichen Behandlungsmöglichkeiten bietet unser Zentrum die Teilnahme an internNeben den üblichen Behandlungsmöglichkeiten bietet unser Zentrum die Teilnahme an internationalen multizentrischen Studien mit neuen Substanzen sowie eigenen Forschungsvorhaben an.

Weitere Besonderheiten

Experten

Prof. Dr. Dr. med
Francesco Bonella

Facharzt für Innere Medizin
Hochschulambulanz „Interstitielle und seltene Lungenerkrankungen“ und klinische Studien
Klinik für Pneumologie
Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen

Prof. Dr. med.
Christian Taube

Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Allergologie
Direktor der Klinik für Pneumologie
Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen

Sprechstunden

Hochschulambulanz für Interstitielle und seltene Lungenerkrankungen

PD Dr. Dr. Francesco Bonella
Dr. Thomas E. Wessendorf
Dr. Eda Börner
Dr. Julia Wälscher

Ambulanzzeiten

Montag, Dienstag, Mittwoch  und Donnerstag: 8 – 14 Uhr

Terminvergabe nach Vereinbarung.

Kontakt Zentralambulanz

Tel.: 0201 433 111 33

Fax: 0201 433 1915

Email: zentralambulanz@rlk.uk-essen.de

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Interstitielle Lungenerkrankungen

Weitere Mitarbeiter

Dr. med.
Thomas E. Wessendorf

Dr. med.
Eda Börner

Dr. med.
Julia Wälscher